Mit Baby mobil – Teil 2: Das elastische Tragetuch Moby Wrap

Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil aus der „Mit Baby Mobil“-Reihe.

Dazu stelle ich Euch das elastische Tragetuch Moby Wrap vor*.

Das Moby Wrap haben wir ungefähr zwei Monate nach der Geburt unserer Tochter angeschafft, nachdem wir mit der Manduca überhaupt nicht zurecht kamen. Dazu mehr im dritten Teil zu den Full-Buckle-Carrier-Tragen.

Mit der Manduca hatten sowohl mein Mann als auch ich stets starke Rücken- und Nackenschmerzen, egal, wie wir die Träger verstellten. Daher waren wir auf der Suche nach einem weichen Tuch, das man erstens möglichst breit über die Schultern legen kann und welches zweitens vorgebunden werden kann. Es ist sicherlich besser, wenn man das Tuch mit Baby binden kann. Mit langen Stoffbahnen im winterlichen Schneematsch mit einem eher ungeduldigen Baby hantieren – das gelang uns trotz Anleitungen auf Youtube nicht. Man muss allerdings dazu sagen, dass wir in puncto Babytragen und Tuchbindetechniken absolute Neulinge waren. Die Trageberater in unserer damaligen Gegend boten Beratungen zu Manduca, BabyBjörn, Stokke & Co an – für uns also nicht wirklich hilfreich.

Nach einiger Recherche fanden wir dann das Moby Wrap Tragetuch, das mit „einfachster Handhabung“ warb:

„Selbst wenn Sie mit einem klassischen, gewebten Tragetuch bisher nicht zurechtgekommen sind, werden Sie das MOBY WRAP- Tragetuch schätzen lernen. Sie müssen nur eine einzige Grund-Bindetechnik lernen, Sie binden das Tuch stets ohne Baby vor (und das so eng wie möglich) – es passt sich immer den Proportionen Ihres Babys und Ihrem eigenen Körper an. Anschließend setzen Sie Ihr Baby einfach in das Tuch und nehmen es wieder heraus, ohne den Knoten nochmals öffnen oder nachziehen zu müssen – dank des elastischen Strickstoffs kein Problem! Keine Knotenkunde, kein Nachziehen von Tuchsträngen, Papa-erprobt.“(1)

Das Moby Wrap wird in einem Stoffbeutel geliefert

Mit rund 54 Euro erschien uns das Tuch erschwinglich – ein Versuch war es wert, denn wir wollten unsere Tochter so gerne tragen! Als das Tuch schließlich ankam, war ich überrascht, wie weich und kuschelig der Stoff aus Baumwolle war. Wirklich herrlich flauschig! Auch die Farbe „pacific“ sah in natura toll aus. Das Tuch wurde in einem kleinen Stoffbeutel mit einer ausführlichen Anleitungen für verschiedene Vor-Bindetechniken geliefert – jeweils in Abhängigkeit vom Alter des Kindes. Zunächst versuchte ich es mit einem babygroßen Teddy und war zum zweiten Mal überrascht: Es klappte tatsächlich! Der Teddy saß in Kopf-Kuss-Höhe und in der wichtigen Anhock-Spreizhaltung. Es war weder zu locker noch zu fest, einfach perfekt.

Die breit aufgefächerten und am Rücken überkreuzten Tuchbahnen sind sehr komfortabel

An den Schultern hatte ich den Stoff breit aufgefächert, sodass es außerordentlich bequem war. Aufgrund der Bindetechnik – Kreuz über dem Rücken – gab es auch keine Riemen, die hoch in den Nacken rutschten und dort unangenehm drückten.

Anschließend folgte der Versuch mit Baby und auch dies klappte hervorragend – ich war begeistert! Der Hersteller hatte also nicht zu viel versprochen. Das Handling war denkbar einfach und trotz der Vorbindung saß unsere Tochter perfekt. Auf dem ersten Spaziergang schlief sie – anders als in der Manduca – direkt ein. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Moby Wrap zu unserem ständigen Begleiter. Zuhause hatte ich sie oft stundenlang im Tuch. Sie fühlte sich darin sehr wohl und egal, wie unruhig sie zuvor gewesen war, beruhigte sie sich innerhalb kürzester Zeit.

Ausführliches Handbuch mit anschaulichen Erklärungen

Auch meine Befürchtung, dass ein elastisches Tuch schneller ausleiern und weniger Stabilität bieten könnte, bewahrheitete sich nicht. Trotz etlicher Runden in der Waschmaschine behielt das Moby Wrap Farbe und Form. Der Hersteller erklärt die Stabilität so:

„Damit ein Jersey-Tragetuch auch wirklich stabil ist, darf der Strickstoff nicht zu viel und nicht zu wenig Stretch aufweisen und auch nach langem Tragen und vielen Monaten Gebrauch nicht ausleiern! Das bedarf schon einiger Erfahrung. Der hier verwendete Strickstoff ist in der Querrichtung besonders elastisch, in Längsrichtung dagegen gibt der Stoff nur minimal nach – somit ist wirklich eine gute Stützfunktion gegeben!“ (2)

Endlich Freude am Tragen – für Baby und Mama

Fazit:
Eine kostengünstige Alternative für alle Eltern, die mit komplizierten Bindetechniken der klassischen Tragetücher nicht zurechtkommen. Die Länge von 5,5 Metern war sowohl für mich mit einer Größe von 1,67 m als auch für meinen großen Mann mit 1,91 m passend. Rücken- und/oder Nackenschmerzen sind mit dem OneSize-Moby Wrap Geschichte. Der kuschelig weiche Baumwollstoff ohne jegliche Schadstoffe schmiegt sich herrlich flauschig an das Baby und bietet dennoch genug Stabilität. Die korrekte Anhock-Spreiz-Stellung wird genauso wie die Kopf-Kuss-Höhe ideal gewährleistet. Wenn man das Vorbinden einmal trocken geübt hat, ist es nach ein paar Malen ein Kinderspiel. Das kann man sich auch ohne Youtube-Videos und Trageberater selbst gut aneignen. Wobei eine Trageberatung mich schon sehr reizen würde, aber nun ja – nicht überall gibt es ein solches Angebot und wer sich selbst helfen muss, ist mit dem Moby Wrap gut beraten. Man kann es ab einem Babygewicht von ungefähr 3,5 Kilogramm, sprich meistens ab der Geburt, nutzen. Als Höchstgewicht sind 15 Kilogramm angegeben. Das halte ich persönlich jedoch für zu schwer. Als unsere Tochter circa 10-11 Monate alt war, sind wir auf die Buzzidil-Trage umgestiegen.
Unser Moby Wrap in der Classic-Variante kostet 54 Euro und ist in verschiedenen Farben und Shops erhältlich. Inzwischen gibt es das Tuch auch noch in anderen Variationen wie Bamboo, Design, Evolution und Organic.

*Hinweis:
In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass wir die genannten Produkte selbst ausgewählt, bezahlt und gekauft haben. Wir sind nicht gesponsert worden! Aufgrund der Markennennung bin ich dazu verpflichtet, diese Blogpostings zukünftig als Werbung zu kennzeichnen.

Quellen:
(1) & (2): http://www.mobywraptragetuch.de/moby-beschreibung.html, 03.07.2018